Hi Liste, ich will aus einer ganzen Reihe von Gründen von meinem jetzigen Hoster weg und überlege gerade, ob ec2/s3 eine gute Option wären: momentan laufen auf einem managed server eine ganze Reihe von Anwendungen: Die gesamte Infrastruktur dafür (libs und gems, datenbank, backupscripts usw.) ist eher gewachsen und ich brauch jetzt was, mit dem ich einen neuen Server+Infrastruktur+Anwendungen neu aufsetzen kann. Dafür gibt's ja schon eine ganze Menge von Tools und/oder Services, die sowohl mit ec2/s3 als auch das Deployment auf normalen Servern automatisieren: - PoolParty: http://labs.citrusbyte.com/poolparty) - Rightscale: http://www.rightscale.com/ - ec2OnRails: http://ec2onrails.rubyforge.org/ - Engine Yard Solo: http://www.engineyard.com/solo/ - Puppet: http://reductivelabs.com/trac/puppet/ die teils mit teils ohne ec2 auskommen, teils nur beim konfigurieren eines Image helfen, teils auch monitorin/deplyoment und Konsolen haben - wie sind da eure Erfahrungen?! Was braucht man, was ist am Ende nur Spielkram? Images selber bauen oder einen von bringen diese Dienste echten Mehrwert?! Ich finde die Toollandschaft momentan etwas verwirrend und bin hier für jeden Erfahrungsbericht dankbar... GrüßeStefan ---- stefan frank vierundsechzig.de software&service weberstr. 10 69120 heidelberg tel. +49 (0) 6221 7277049 mobil +40 (0) 173 2383390 mail s.frank@vierundsechzig.de www.vierundsechzig.de
on 2009-03-01 16:39
on 2009-03-03 17:45
Hi, > automatisieren: > > [...] zu den anderen Tools kann ich aus eigener Erfahrung leider nichts sagen, aber ich nutze seit einiger Zeit Puppet. Puppet ist, wie Du schon angedeutet hast, nicht spezifisch für ec2/s3, oder Rails. Vielmehr kann man mit Puppet fast alle Systemadministrationsaufgaben automatisieren und Systemkonfigurationen managen. Die mächtige, objektorientierte Beschreibungssprache von Puppet und die Tatsache, dass es dringend empfohlen wird, Puppetkonfiguration in einem Versionskontrollsystem zu halten, kommen einem Entwickler sehr entgegen, während es manchen Admin wohl vor neue Herausforderungen stellen könnte. Außerdem spannend: Puppet erlaubt eine recht abstrakte Konfiguration von Diensten etc. und bringt sog. Provider mit, die das dann fürkonkrete Plattformen umsetzen. Sprich: Im Idealfall definiert man einmal, wie z.B. ein Apache-Webserver installiert und konfiguriert werden soll, und kann das dann auf Debian-, FreeBSD-, OSX- etc. Systemen ausrollen. Zuguterletzt ist Puppet für einen versierten Ruby-Entwickler problemlos erweiterbar. Der Nachteil: Puppet erfordert schon eine recht hohe Einarbeitungszeit. Die lohnt sich meiner Erfahrung nach aber, wenn einer der folgenden Fälle zutrifft: * Man muss eine große Anzahl gleichförmiger Server aufsetzen (bestes Beispiel: Rails-Applicationserver) * Man muss häufiger immer wieder das selbe konfigurieren (z.B. LDAP-Authentifizierung, NTP-Zeitsynchronisation o.ä.) * Man arbeitet mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Plattformen und verliert viel Zeit, sich immer wieder in die verschiedenen Eigenarten einzudenken Die Dokumentationslage bei Puppet ist durchwachsen. Im Prinzip steht alles im Wiki, aber die umfassende Einführung, die auch zeigt, wie alles zusammenhängt, fehlt mir persönlich. Diese gibt auch das bisher einzige Buch zum Thema ("Pulling Strings with Puppet: Configuration Management Made Easy") nur teilweise. Da es aber bisher halt konkurrenzlos ist, würde ich es trotzdem zum Einstieg empfehlen. Schöne Grüße David
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