Hey, ich bin auf der Suche nach einer eleganten Möglichkeit automatisierte Kontoauszüge (und vielleicht mehr ebanking) in eine Rails-Anwendung einzubauen. Weil die Deutschen mit HBCI offensichtlich ein eigenes Süppchen kochen http://www.hbci-zka.de/ gibt es dementsprechend auch wenig open source bibliotheken. Das einzige, was ich bisher gefunden habe ist aqbanking http://www.aquamaniac.de/sites/aqbanking/. Allerdings gibt es damit nur über den Umweg über die Konsole Zugriff auf das Konto. Mit der aktuellen FinTS Spezifikation (Nachfolger von HBCI) http://www.hbci-zka.de/spec/fints_v4_0.htm benutzt HBCI nun Standards wie http/s als Übertragungsprotokoll und XML als Dateiformat. Eigentlich sollte sich damit doch relativ einfach eine ruby-bibliothek basteln lassen, die dann nativ in Ruby-Anwendungen eingebaut werden könnte, oder? ;-) Ich freu mich über Anregungen und Tipps. gruß, benni
on 2009-01-30 19:53
on 2009-01-30 20:11
Hallo Benjamin, Benjamin Meichsner schrieb: > Weil die Deutschen mit HBCI offensichtlich ein eigenes > Süppchen kochen http://www.hbci-zka.de/ gibt es dementsprechend auch > wenig open source bibliotheken. Immerhin ist HBCI ein Standard ;-) > Das einzige, was ich bisher gefunden habe ist aqbanking > http://www.aquamaniac.de/sites/aqbanking/. Allerdings gibt es damit nur > über den Umweg über die Konsole Zugriff auf das Konto. > > Mit der aktuellen FinTS Spezifikation (Nachfolger von HBCI) > http://www.hbci-zka.de/spec/fints_v4_0.htm benutzt HBCI nun Standards > wie http/s als Übertragungsprotokoll und XML als Dateiformat. > Eigentlich sollte sich damit doch relativ einfach eine ruby-bibliothek > basteln lassen, die dann nativ in Ruby-Anwendungen eingebaut werden > könnte, oder? ;-) ich glaube FinTS/HBCI in allen Ausprägungen (Versionen, PIN/TAN, iTAN, SmartCard, "Diskettenverfahren"/Keyfile) ist extrem komplex. Ich würde das einsetzen was es bereits gibt: Der Java HBCI/Homebanking Client Hibiscus hat eine XML-RPC Schnittstelle: http://www.willuhn.de/projects/hibiscus/ Von den PHP Leuten gibt es einen Vortrag dazu: http://phpugffm.de/wp-content/uploads/2007/03/onli... Das Thema finde ich schon seit einigen Jahren spannend - halte uns auf dem Laufenden! Viele Grüße,Roland -- Moriz GmbH Theresienstraße 66 80333 München Tel: 089/216 685 91 Fax: 089/216 685 92 Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Roland Moriz Registergericht: Amtsgericht München Registernummer: HRB 174 294 USt-ID: DE260422784
on 2009-01-30 21:12
> ich glaube FinTS/HBCI in allen Auspr�gungen (Versionen, PIN/TAN, iTAN, > SmartCard, "Diskettenverfahren"/Keyfile) ist extrem komplex. Das stimmt. Aber man kann sich ja beschränken. So würde ich behaupten, dass das PIN/TAN Verfahren (ohne TAN), beschränkt auf die Möglichkeit des Kontoauszugs, für die meisten Anwendungen völlig ausreichen würde. Häufig geht es ja nur für eine automatisierte Erkennung oder einfachere Zuordnung von Überweisungen und die anschließende Überführung in die Webapplikation. Ob die Umsetzung dieser schmalspur Bibliothek trotzdem kompliziert genug ist, kann ich aber nicht einschätzen. Auf jeden Fall gibt es mit der neuesten aqbanking version ja schon den Versuch eine solche Bibliothek kommerziell zu verwerten, das aqbanking-konsolen-tool steht nicht mehr unter einer opensource-Lizenz! > Der Java HBCI/Homebanking Client Hibiscus hat eine XML-RPC > Schnittstelle: http://www.willuhn.de/projects/hibiscus/ Guter Tipp, das hatte ich auch schon ausprobiert. Allerdings sträube ich mich sehr, für diese Aktivitäten einen Speicher fressenden Javaserver laufen zu lassen. Meine Installation ließe ich sich sicherlich noch optimieren, aber >50MB Ram ist für so ein Feature dann doch zu viel. > Das Thema finde ich schon seit einigen Jahren spannend - halte uns auf > dem Laufenden! Ende März werde ich vor. so ein Funktion umgesetzt haben (oder es komplett verwerfen). Mal gucken wie es dann aussieht ;-) Viele Grüße aus Berlin, Benni
on 2009-01-31 15:52
Hallo Benjamin, ich beschäftige mich derzeit mit der gleichen Thematik. Allerdings ist bei mir ein universellerer Ansatz geplant. Und zwar möchte ich "on-the-fly" konten hinzufügen können. Es geht mir dabei (vorerst) nur um die Umsatzabfrage der entsprechenden Konten. Mein Ansatz war bislang HBCI4Java via Konsole anzusprechen und die ausgegebenen Textfiles mit Ruby zu parsen. Allerdings klingt der Ansatz mittels XML-RPC Hibiscus anzusprechen "runder" :) Was mir noch durch den Kopf gegangen ist: Es solle doch möglich sein, HBCI4Java mittels JRuby nativ anzusprechen, oder irre ich mich da? Hab leider keinerlei Java-Kenntnisse und auch wenig Erfahrungen mit JRuby. Aber vielleicht kann ja einer von euch mehr dazu sagen.
on 2009-01-31 18:21
Hi, Sebastian Korfmann schrieb: > Was mir noch durch den Kopf gegangen ist: Es solle doch möglich sein, > HBCI4Java mittels JRuby nativ anzusprechen, oder irre ich mich da? Hab > leider keinerlei Java-Kenntnisse und auch wenig Erfahrungen mit JRuby. > Aber vielleicht kann ja einer von euch mehr dazu sagen. ja, das wird gehen. Viel Erfolg :) Wenn Ihr nur lesend tätig sein wollt (Zahlungseingänge checken, "kontoblick.de" clonen[1]) ist das mit Pin/Tan und auch dem Diskettenverfahren (z.B. bei Volksbanken) 'relativ' einfach. Mit Smartcards (z.B. bei Sparkassen) kannst Du das so gut wie vergessen (Pin/Tan nehmen wenn das auch geht). Für firmeninterne Abläufe reicht uU auch ein (CSV/XML/...) Export aus einem Finanzprogramm aus (StarMoney, -Business, db-dialog usw. usf.), geht manchmal auch automatisiert. Viel Erfolg, Roland [1] Ich schätze (Spekulation), die machen die komplette HBCI Kommunikation über ein Java Applet vom Userrechner aus, sodass keine HBCI/Kontozugangsdaten auf einem Server gespeichert werden müssen. Das eingesetze Applet schickt dann wohl nur die Kontobewegungen zum Webserver/Javascript im Browser) -- Moriz GmbH Theresienstraße 66 80333 München Tel: 089/216 685 91 Fax: 089/216 685 92 Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Roland Moriz Registergericht: Amtsgericht München Registernummer: HRB 174 294 USt-ID: DE260422784
on 2009-02-02 13:57
Roland Moriz wrote: > Sebastian Korfmann schrieb: >> Was mir noch durch den Kopf gegangen ist: Es solle doch m�glich sein, >> HBCI4Java mittels JRuby nativ anzusprechen, oder irre ich mich da? Hab >> leider keinerlei Java-Kenntnisse und auch wenig Erfahrungen mit JRuby. >> Aber vielleicht kann ja einer von euch mehr dazu sagen. > > ja, das wird gehen. Viel Erfolg :) Hallo, ich habe mal den Entwickler von HBCI4Java kontaktiert. Offenbar existiert nämlich schon ein Wrapper in Delphi. Vielleicht kann man so einen Wrapper auch in Ruby umsetzten. Ich bin aber immer noch scharf auf eine richtige Portierung (Pin/Tan-Kontoauszüge) nach Ruby - HBCI4Ruby oder so ;-) > F�r firmeninterne Abl�ufe reicht uU auch ein (CSV/XML/...) Export aus > einem Finanzprogramm aus (StarMoney, -Business, db-dialog usw. usf.), > geht manchmal auch automatisiert. Ja, mit fastercsv als Parser geht das wahrscheinlich am einfachsten. Komfortabel (für die Benutzerinn) ist das aber nicht. Viele Grüße, Benni
on 2009-02-02 14:12
Hi, Benjamin Meichsner schrieb: > Roland Moriz wrote: >> Sebastian Korfmann schrieb: > Hallo, ich habe mal den Entwickler von HBCI4Java kontaktiert. Offenbar > existiert nämlich schon ein Wrapper in Delphi. Vielleicht kann man so > einen Wrapper auch in Ruby umsetzten. Ich bin aber immer noch scharf auf > eine richtige Portierung (Pin/Tan-Kontoauszüge) nach Ruby - HBCI4Ruby > oder so ;-) gab es nicht sogar Python bindings für HBCI4Java oder Aqbanking? Grüße,Roland -- Moriz Softwareentwicklung Roland Moriz Theresienstraße 66 80333 München Tel: 089 - 216 685 91 Fax: 089 - 216 685 92 Steuernummer: 145/334/35675 Finanzamt München III
on 2009-02-02 17:45
Roland Moriz wrote: > gab es nicht sogar Python bindings f�r HBCI4Java oder Aqbanking? Stimmt, für aqbanking gibt es die offenbar: http://www.pilotennetz.de/computing/linux/rpms.shtml Ich habe auf die schnelle aber keine Quellen gefunden. Vielleicht sollte man nochmal den Martin Preuß (aqbanking-author) nochmal angehen... bis demnächst, benni
on 2009-06-03 15:56
Hallo Benjamin, ich hole das Thema noch mal aus der Versenkung :) Am 30. Januar 2009 22:12 schrieb Benjamin Meichsner <lists@ruby-forum.com>: > Ende März werde ich vor. so ein Funktion umgesetzt haben (oder es > komplett verwerfen). Mal gucken wie es dann aussieht ;-) Wie siehts denn aus? Alles verworfen? Ich bin auch gerade überHibiscus gestolpert, das sah wirklich recht interessant aus. Oder hast du das jetzt anders gelöst? Viele GrüßeBeate
on 2009-06-03 20:10
Hallo Beate, tja, die Prioritäten haben sich ein wenig verschoben und die HBCI Bibliothek wurde erstmal nach hinten verschoben. Ich habe also noch keine Lösung dafür. Allerdings hat mir der Autor von HBCI4Java einen Wrapper in Delphi geschickt. Den könnte mensch vielleicht nach Ruby portieren ... (Achtung, der Wrapper soll veraltet sein und funktioniert u.U. nicht mehr mit der aktuellen Java-Bibliothek. Aber Abgucken müsste ja gehen.) Falls ich aber mal ne Lösung zusammen stecke, sage ich Bescheid. Ich hoffe, alle anderen verfahren ähnlich ... Gruß, benni
on 2009-06-03 21:43
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1 Beate Paland schrieb: > das sah wirklich recht interessant aus. Oder hast du das jetzt anders gelöst? Ich habe das mit Hibiscus für einen Kunden umgesetzt. Für diesen Zweck hab ich das Hibiscus XML/RPC-Modul um eine recht mächtige Abfrage-Funktion erweitert. Die ist bisher aber nur im Quellcode dokumentiert. Unser Kunde ist bei der entgültigen Installation auf das Problem gestoßen, dass er eine RSA-Karte verwendet. RSA-Karten werden von HBCI4Java (und damit von Hibiscus) NICHT unterstützt. Man kann hier nur DDV-Karten verwenden. Der Kunde musste dann auf TAN-Listen umsteigen. GrüßeJulian -----BEGIN PGP SIGNATURE----- Version: GnuPG v1.4.9 (GNU/Linux) Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org iEYEARECAAYFAkom0kgACgkQ0aFuSjNzs5K89gCghoDMWDaQ7gVOMQpfZ+lpbfXY eV8AoI9gIbVOHq6o5UlWIjLU2NhizSzN =O/xr -----END PGP SIGNATURE-----
on 2009-06-03 22:18
Hallo Julian, juliank2@gmx.de schrieb: > Unser Kunde ist bei der entgültigen Installation auf das Problem > gestoßen, dass er eine RSA-Karte verwendet. RSA-Karten werden von > HBCI4Java (und damit von Hibiscus) NICHT unterstützt. Man kann hier nur > DDV-Karten verwenden. Der Kunde musste dann auf TAN-Listen umsteigen. kannst Du mir sagen, welches Institut dies betrifft? Gerne auch off-list. Grüße,Roland -- Moriz GmbH Hedwig-Dransfeld-Allee 14 80637 München Tel: 089/78795079 (AB) Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Roland Moriz Registergericht: Amtsgericht München Registernummer: HRB 174 294 USt-ID: DE260422784
on 2009-06-04 02:08
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1 Roland Moriz schrieb: > Hallo Julian, > > juliank2@gmx.de schrieb: >> Unser Kunde ist bei der entgültigen Installation auf das Problem >> gestoßen, dass er eine RSA-Karte verwendet. RSA-Karten werden von >> HBCI4Java (und damit von Hibiscus) NICHT unterstützt. Man kann hier nur >> DDV-Karten verwenden. Der Kunde musste dann auf TAN-Listen umsteigen. > > kannst Du mir sagen, welches Institut dies betrifft? Gerne auch off-list. Am besten Fragst du direkt bei der Bank des Kunden an. Ich bin bei der Bremer Sparkasse und hab eine DDV-Karte. Möglicherweise haben alle Sparkasse DDV-Karten. Unser Kunde ist bei der Deutschen Bank Berlin und die bieten ihm nur RSA-Karten an. GrüßeJulian -----BEGIN PGP SIGNATURE----- Version: GnuPG v1.4.9 (GNU/Linux) Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org iEYEARECAAYFAkonEDUACgkQ0aFuSjNzs5LydQCdGW8ZRYrWYkb7kYTv3f3Wqi5p igoAoLWUGFbWIsIqwYNBQXnBkMf3VXWL =5Mja -----END PGP SIGNATURE-----
on 2009-06-08 00:42
Hi, da ich diese Liste nur ab und zu überfliege, habe ich diesen Thread leider erst heute gesehen. Möchte jetzt gerne meinen Senf dazu geben. Generell scheint die Zahl an HBCI-Bibliotheken im Open-Source-Bereich sehr niedrig zu sein. Ursprünglich hatte ich auch mit aqbanking herum experimentiert. Da ich jedoch kaum Entwickler-Dokumentation dazu finden konnte und das Ganze auch nicht weiter entwickelt zu werden scheint (?), habe ich das fallen gelassen. Ich habe mich dann mit dem hier bereits angesprochenen HBCI4Java auseinander gesetzt. Ich kann die Bibliothek sehr empfehlen, da sie aktiv weiter entwickelt wird und mit den aktuellen HBCI-Standards stabil funktioniert. Sowohl Pin/TAN- als auch RDH-Zugänge funktionieren bei mir problemlos. Es gibt auch ein Forum, in dem man Probleme mit einer aktiven Community austauschen kann. Kurz zu meiner Umsetzung: Ich habe eine Rails-Anwendung auf JRuby laufen, die HBCI4Java als JAR einbindet und direkt aus Rails heraus aufruft. Ich nutze eine Schlüsseldatei, die ich mit einem Kommandozeilentool von HBCI4Java initialisiert habe und die direkt auf dem Server liegt. Die Anwendung kann (aus HBCI-Sicht) Kontoauszüge abrufen und Lastschriften rausschicken. Dies geschieht im Vordergrund, d.h. während des jeweiligen Seitenaufrufs, also ohne Hintergrundprozesse. Da eine HBCI-Transaktion, wie z.B. eine Umsatzabfrage, den Ruby-Prozess für weitere Requests sperrt, sollte man unbedingt auf einen "richtigen" Applikationsserver wie z.B. Glassfish deployen und die Multithreading- Fähigkeiten nutzen. (Es sei denn, das Ganze soll eine 1-User-Anwendung sein - dann kann man bei Mongrel/Webrick bleiben!) Um HBCI4Java in diesem Multithread-Szenario nutzen zu können, muss man ein paar Hürden bewältigen. Das habe ich inzwischen aber geschafft. Wenn man keine Bedenken (oder Probleme) hat, die Rails-Anwendung auf JRuby umzustellen, kann ich das nur wärmstens empfehlen. Falls jemand Interesse hat, kann ich gerne weitere Details zu meiner Umsetzung abgeben. Oder meine Erfahrungen direkt bloggen, damit noch mehr Leute was davon haben. Schöne Grüße Martin Am Montag, 2. Februar 2009 17:45:29 schrieb Benjamin Meichsner:
on 2009-06-08 07:42
On 08.06.2009, at 00:42, Martin Honermeyer wrote: > Oder meine Erfahrungen direkt bloggen, damit noch mehr Leute was > davon haben. Das fände ich prima. Stefan -- Stefan Tilkov, http://www.innoq.com/blog/st/
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